Das neu eröffnete "Wieno" hat sich als erste Weinbar ausschließlich auf Tropfen aus Wien spezialisiert. Damit schließt das im Herzen der Stadt gelegene Lokal eine Marktlücke und eröffnet den Gästen die Vielfalt Wiener Weine
Unter dem Markennamen WIENO präsentierte der Weinmensch und Wirt Michael Mainardy 60 feine Weine von 18 Winzer und jede Menge Kulinarik in seinem neuem Lokal in der Lichtenfelsgasse 3. „WIENO ist als Treffpunkt und Plattform für den Wiener Wein gedacht“, so Gründer Mainardy, dessen erklärtes Ziel es ist, die hohe Qualität und das besonderen Flair des Wiener Weins sowohl seinen Gästen näher zu bringen. „Unter dem Begriff WIENO werden Wiener Spitzenweine einem breiten Publikum vorgestellt und gelegentlich auch als Sonderfüllung angeboten“, erläutert Michael Mainardy sein Konzept. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Betonung der Einmaligkeit einer (seiner) Großstadt mit eigenem hochqualitativem Weinbau.
Wiener Weine brauchen sich nicht zu verstecken, findet Mainardy. Der Gastronom in vierter Generation ist passionierter Weinkenner - besonders der Wiener Traubensaft hat es ihm angetan. Grund genug, diesem in einer Vinothek besondere Aufmerksamkeit zu widmen, dachte er sich. Gesagt - getan. Anfang des Jahres sperrte er das "Wieno" auf und kreierte damit ein Weinlokal, das Wien in dieser Art noch nicht gesehen hat.
Weinlokal im Herzen Wiens. Grüner Veltliner erfreut sich in Wien besonderer Beliebtheit. Nicht nur im G'Spritzten macht er eine gute Figur, auch pur wird er gerne getrunken. Noch nicht in aller Munde, aber auf jeden Fall eine Kostprobe wert sind die Rotweine aus der Donaumetropole, wie Michael Mainardy findet. 700 Hektar Weinbaufläche bietet Wien.
Weißweine, rote Weine aber auch Rose und Sekt gibt es im "Wieno". Eines haben sie gemeinsam, sie kommen alle aus Wien. Internationale Weine finden sich auf der Weinkarte keine. Stattdessen beschränkt sich die Auswahl auf die acht Wiener Weinbaubezirke, denen in Abständen von sechs Wochen ein Wein-Schwerpunkt gewidmet wird.
Wer glaubt, dass die Auswahl dadurch klein ausfällt, der irrt: Über 60 verschiedene Weine von 18 Winzern von Döbling bis Floridsdorf füllen die Weinkarte. Das Angebot besticht dabei nicht nur durch die ohnehin bekannten Winzer der WienWein Winzer oder vom Weingut Cobenzl.
Auch viel Neues gibt es zu entdecken, darunter etwa der Grüne Veltliner von Georg Wailand oder der erste Wein von Michael Moosbrugger vom Weingut Schloss Gobelsburg. Eine Kostprobe wert ist "Vienna's best brut", der erste Sekt aus der Stadt.
Mit der U-Bahn in die Weinberge. Auf 700 Hektar Fläche bauen Weinbauern in und rund um Wien die erlesenen Tropfen wie den typischen Gemischten Satz, Rieslinge und Weißburgunder, aber auch kräftige Rotweine an. Für eine Millionenmetropole ist das außergewöhnlich. Genauso einzigartig wie die Tatsache, "dass Wien das einzige Weinbaugebiet der Welt ist, das eine U-Bahn hat", lacht Mainardy. Diese fährt sogar bis vor die Tore der Weinberge. Soweit brauchen Weinliebhaber und Freunde der über die Grenzen hinaus beliebten Heurigenkultur nun nicht mehr zu fahren. Mainardy rückte mit der Eröffnung des "Wieno" den Wiener Wein im doppelten Sinn ins Zentrum.
Wiener Wein. An die 342 Wiener Weinhauer bewirtschaften insgesamt eine Fläche von 677 Hektar und kreieren fast 2.000 verschiedene Weine. Davon sind eine immer größere Zahl Produzenten von Weinen die in dieser Qualität vor wenigen Jahren noch nicht erwartet werden konnte. Rund 400.000 Arbeitsstunden stecken die Winzer und Winzerinnen dabei in die Erhaltung des Weinbaugebietes, das als Landschaftsprägender Lebensraum vielen Wienerinnen und Wienern auch als Naherholungsgebiet dient und einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung landwirtschaftlicher Vielfalt leistet.